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Karriere im Unternehmen. Von der Reinigungskraft zum Objektleiter im Foodservice.

Dr. Schilhan Karriereleiter

Edvin Kahrimanovic hat eine Blitzkarriere hingelegt, die mit Leichtigkeit auch einem Bilderbuch entsprungen sein könnte: Denn der gebürtige Bosnier hat sich von der Reinigungskraft zum aufstrebenden Objektleiter hinaufgearbeitet – und das in weniger als einem Jahr.
Im Gespräch verrät er uns, was er mit einem Chirurgen gemein hat,  wie man als Jusstudent in die Reinigungsbranche kommt und wo die Zukunft hingeht. Wir freuen uns sehr, so jemanden in unserem Team zu haben.
Wie und wann bist du
nach Österreich gekommen?
Ich bin 2003 von Bosnien nach Österreich gekommen, weil ich nach meiner Matura internationale Luft schnuppern wollte. Mein Vater war es, der mir Graz nahe legte, ich selbst kannte die Stadt zuvor gar nicht. Aber mir gefiel es hier auf Anhieb sehr gut. Außerdem brauche ich nur 4 Autostunden, um zu meiner Familie zu gelangen  – ein großer Pluspunkt.

Neue Stadt, neue Kultur, neue Sprache - 
wie ging es in Graz für dich weiter?
Edvin: Ich besuchte zwei Semester lang einen Deutschkurs und einen Vorstudienlehrgang. Danach begann
ich mit dem Jus-Studium. Ein paar Prüfungen und die Diplomarbeit fehlen mir noch bis zu meinem Abschluss. Zusätzlich war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum Südosteuropa an der  Karl Franzens Universität tätig und habe als Österreich-Korrespondent für die größte bosnische Tageszeitung gearbeitet.
Objektleiter in der Lebensmittelindustrie.
Wie kommt man als angehender Jurist in die Reinigungsbranche?
Es scheint fast, als würde sich hier eine firmeninterne Linie abzeichnen, denn auch in unserer Geschäftsführung findet sich der eine oder andere Jurist…
Edvin: Ich habe neben meinem Studium gejobbt und viele verschiedene Tätigkeiten ausgeübt –  vom Zeitungsausträger bis hin zum Statisten in der Grazer Oper war alles dabei. Leider durfte ich aufgrund meiner Aufenthaltsgenehmigung nur geringfügig arbeiten. 2014 erhielt ich schließlich die österreichische Staatsbürgerschaft. So ging ich erneut auf Jobsuche und entdeckte im Internet eine Stellenanzeige von Dr. Schilhan. Die Firma war mir ein Begriff und ich bewarb mich. Herr Pennitz, der eigentlich einen Fensterreiniger suchte, verwies mich schließlich in die Lebensmittelindustrie, ein glücklicher Vorfall, denn dort wurde ich bald Vorarbeiter.

 

In der Gesellschaft hat die Reinigungsbranche leider oft keinen allzu guten Ruf. „Putzen“  gilt als niedrige Tätigkeit, die „ja jeder kann“.  Was sagst du dazu? Und worin siehst du die Herausforderungen der Branche?
Edvin: Das ist ein Irrglaube, gerade in der Lebensmittelindustrie hängt sehr viel Verantwortung mit der richtigen Reinigung zusammen. Mein Team muss ganz genau arbeiten.  Denn ist etwas nicht vollkommen sauber, kann das schwerwiegende Folgen haben – für uns und den Kunden. Der Produktionsbetrieb ist von unserer Arbeit abhängig, wenn etwas nicht richtig gereinigt wird, kann das finanzielle und auch rufschädigende Nachwirkungen haben. Die Lebensmittelbranche ist fordernd, man muss im Umgang mit der Chemie vorsichtig sein und empfindliche Maschinen reinigen. In den großen Audits werden die Resultate überprüft. Nur durch qualitatives Arbeiten kann man hier bestehen.

 

Egon Singer
Bereichsleiter Foodservice

Edvin arbeitet mit Sorgfalt und hat den Blick für Details - genau das brauchen wir in der Lebensmittelindustrie.

Die Reinigungsbranche zieht Mitarbeiter verschiedenster Nationen an.
Wie funktioniert die Grenzen übergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit?
Edvin: Mein Team ist multikulturell – von Indien, Afghanistan bis Slowenien kommen Mitarbeiter verschiedenster Nationen zusammen, doch die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.  Deutsch fungiert als Verbindungsglied. Daher ist es mir sehr wichtig, dass meine Mitarbeiter einen Deutschkurs besuchen und auch selbst zu Hause weiter lernen.
Was sind deine Ziele für die nächsten Jahre?
Edvin: Vor Kurzem habe ich die LAP für Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger mit Auszeichnung absolviert. Nun  möchte ich auch noch die Meisterprüfung ablegen, um mich im Bereich Reinigung optimal auszukennen.
In weiterer Folge möchte ich mich weiter im Bereich Hygiene spezialisieren und meine Führungskompetenzen ausbauen. Dazu besuche ich bereits Kurse in Graz und Wien, vielleicht mache ich auch einen Uni-Lehrgang, um tieferes Wissen auf dem Gebiet der Mikrobiologie aufbauen zu können. Gerade die Kombination mit meinem Jusstudium wäre hier sehr sinnvoll, da ich so Betriebe umfassend beraten und betreuen könnte.

 

Bleibt dir bei so vielen Aufgaben, Fortbildungen
und Plänen noch Zeit für Freizeit?
Edvin (lacht): Ja, meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Frau, sie ist Sozialpädagogin. Außerdem bin ich Hobbyfotograf und liebe es zu fotografieren - vor allem Hochzeiten. In Bosnien habe ich außerdem in einem Club Basketball gespielt.
Danke für diese spannenden Einblicke. Alles Gute für deine Zukunft,
und die weiteren Karriere-Treppen!
Edvin: Danke. Ich möchte mich nur noch kurz bei meinen Vorgesetzten Herrn Egon Singer und Herrn Gerhard Rose sowie Herrn Christian Reiterer bedanken, die mich geduldig fördern, fordern und mittels konstruktiver Kritik antreiben. Die Gespräche mit Ihnen helfen mir stets weiter.
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